Eine Vorsorgliche Bewertung Systemischer Projektionen und Versprechen aus der Modellierung von Sonnenstrahlungsreflexion und CO2-Entnahme
Der Klimawandel ist ein paradigmatisches Beispiel für systemisches Risiko. In jüngster Zeit haben Vorschläge für großskalige Eingriffe - CO2-Entnahme (CDR) und Solarstrahlungsmanagement (SRM) - begonnen, die Strategien der Klimagovernance neu zu definieren. Wir beschreiben, wie sich die sich entwickelnden Modellierungspraktiken in Richtung optimierter und "Best-Case"-Projektionen verschieben - und dabei Einsatzszenarien darstellen, die sowohl technisch verzerrte als auch politisch sanitierte Risikoprofile erzeugen, sowie ideale Ziele für CDR und SRM als Minderungsunterstützung und Zeitgewinnmechanismen für Kohlenstofftransitionen oder gefährdete Bevölkerungsgruppen. Als Versprechen können stilisierte und hoffnungsvolle Projektionen selektiv industrielle und politische Aktivitäten verstärken, die auf der Trägheit der Kohlenstoffwirtschaft aufbauen. Einige Belege deuten darauf hin, dass dies für bestimmte Arten von CDR der Fall zu werden scheint, wo die Aussicht auf künftige CO2-Abscheidung gegenwärtige Minderungsmaßnahmen ersetzt. Beide Implikationen sind systemischer Natur: Erkundungen klimatischer Zukünfte können bestimmte Kohlenstoffinfrastrukturen verfestigen. Wir zeigen Bemühungen und Empfehlungen auf, um diesem Trend bei der Umsetzung des Pariser Abkommens entgegenzuwirken, indem mehr Akteurseinbeziehung geschaffen und der politische Realismus in der Modellierung und anderen Bewertungen gestärkt sowie politische Leitplanken eingeführt werden.
Wirksame und gerechte Klimapolitik zur Mobilisierung industrieller CO2-Entnahme
Diskussionspapier: Förderung der biogenen CO2-Abscheidung und -Speicherung in der nordischen Region durch CO2-Märkte - wann und wie im Rahmen von Artikel 6 des Pariser Abkommens kooperieren?
Forschung und Innovation für Klimaneutralität bis 2050: Herausforderungen, Chancen und der Weg nach vorne
