Anwendung finanzieller Zusätzlichkeitstests: Fallstudie Peru
Regierungen, die Minderungsaktivitäten beherbergen, müssen eine Reihe von Bewertungen durchführen, um zu bestimmen, welche Aktivitäten für international übertragene Minderungsergebnisse (ITMOs) im Rahmen von Artikel 6 des Pariser Abkommens infrage kommen könnten. Eine dieser Bewertungen ist der Zusätzlichkeitstest. Dieser Bericht stellt zunächst vor, wie finanzielle Zusätzlichkeitstests auf CDM-Projekte in Peru angewendet wurden. Anschließend entwickelt er die theoretischen Konzepte für Zusätzlichkeitstests auf höheren Aggregationsebenen (z. B. Technologie, Teilsektor und Sektor) im Kontext von Artikel 6 des Pariser Abkommens anhand von Beispielen aus dem peruanischen Energiesektor. Zwei Szenarien werden vorgestellt. Im ersten gelten Aktivitäten automatisch als zusätzlich, wenn nachgewiesen werden kann, dass sie keine Einnahmen generieren und regulatorisch sowie politisch zusätzlich sind. Das zweite Szenario konzentriert sich auf Aktivitäten, die Einnahmen oder Einsparungen generieren. Für Industriesektoren mit homogenen Technologien und Aktivitäten mit kleinskaligen Anlagen wird der vorgeschlagene Zusätzlichkeitstest als Leistungsmaßstab empfohlen. Für kommerzielle Aktivitäten, die Investitionen erfordern, wird ein Amortisationszeitraum-Schwellenwerttest empfohlen.
Kann Versicherung das Umkehrrisiko auf CO2-Märkten wirksam adressieren?
Schulden gegen CO2-Zertifikate: CO2-Zertifikate zur Schuldenentlastung nutzen
Bilanzierungs- und Monitoringherausforderungen bei der Stärkung von Blaukohlenstoff in nationalen Klimazielen und internationalen CO2-Märkten

