Folgenabschätzungsbericht zum CO2-Grenzausgleichsmechanismus für Vietnam
Der CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) der EU entwickelt sich rasch weiter, wobei viele Unsicherheiten hinsichtlich seines langfristigen Geltungsbereichs, der Berechnung eingebetteter Emissionen und der Reaktionen der EU-Handelspartner bestehen bleiben. In seiner aktuellen Form kann der CBAM vietnamesische Unternehmen betreffen, die in die EU exportieren, obwohl seine direkten Auswirkungen auf Vietnams BIP voraussichtlich nicht erheblich sein werden. Wenn der CBAM auf andere handelsintensive Sektoren Vietnams ausgeweitet oder von anderen wichtigen Handelspartnern Vietnams übernommen wird, könnten die Auswirkungen schnell wachsen. Daher sollte Vietnam proaktiv mit dem CBAM umgehen und sich auf die Minderung potenzieller Auswirkungen vorbereiten. Einer der proaktiven Ansätze besteht darin, die CO2-Bepreisung zu beschleunigen und zu vertiefen. Dies wird den Energiewandel erleichtern, die Erreichung von Vietnams Klimaschutzziel (NDC) im Rahmen des Pariser Abkommens und langfristiger Netto-Null-Ziele unterstützen und es ermöglichen, Co-Benefits zu nutzen. Es ist auch ratsam für Vietnam, konstruktive Dialoge mit der EU zu führen, um eine faire Umsetzung des CBAM auszuhandeln, die Vietnams Bemühungen berücksichtigt. Eine zentrale Forderung sollte dabei die Verwendung von CO2-Zertifikaten anstelle des Kaufs von CBAM-Zertifikaten sein.
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