Das ABC der Governance-Prinzipien für die CO2-Entnahme-Politik
In diesem begutachteten Artikel entwickeln Mitglieder des von Perspectives co-geleiteten CDR-PoET-Forschungskonsortiums eine Reihe von Governance-Prinzipien, die für die Gestaltung von Politikinstrumenten zur CO2-Entnahme (CDR) relevant sind: Minderung einschließlich CO2-Entnahme (CDR) in der Industrie, dem Energiesektor und der Agroforstwirtschaft unterliegt internationalen Normen, darunter Governance-Ziele, rechtliche Bestimmungen, informelle Erwartungen und gesellschaftliche Erwartungen. Etablierte Governance-Prinzipien bieten normative Orientierung für politisches Handeln. Um die Diskussion über Minderungsoptionen unter Experten und CDR-Praktikern zu erleichtern, werden in dieser Studie Governance-Prinzipien aus Gesetzestexten, der Klimagovernance-Literatur und der CDR-Literatur mit Relevanz für CDR-Politiküberlegungen herausgezogen. Um die Relevanz der gefundenen Governance-Prinzipien für die Bewertung von Politikoptionen zu veranschaulichen, werden sie auf drei Technologiegruppen der CDR angewendet: Bioenergie mit Carbon Capture and Storage (BECCS), Direct Air Carbon Capture and Storage (DACCS) und Forstwirtschaft. Dies zeigt den Bedarf an mehr Aufmerksamkeit für normative Dimensionen der Minderungspolitik. Dies kann dazu beitragen, normative und faktische Dimensionen sowie Quellen von (Un-)Einigkeit über die Rolle der CDR in spezifischen Klimapolitikkontexten zu entwirren.



