Artikel-6-Pilotprojekte: aktueller Stand und Erfahrungen der Akteure

2020

Das Pariser Abkommen (PA) läutet eine neue Ära internationaler CO2-Marktmechanismen ein. Sein Bottom-up-Charakter und die Tatsache, dass alle Länder im Rahmen des PA nationale Verpflichtungen (national festgelegte Beiträge, NDCs) zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen eingegangen sind, stellen die Gestaltung internationaler CO2-Märkte und damit verbundener Transaktionen vor neue Herausforderungen. Im Rahmen von Artikel 6 des PA können die Vertragsparteien entweder kooperative Ansätze (Artikel 6.2) verfolgen oder auf einen multilateralen Mechanismus (Artikel 6.4) für die Generierung international übertragener Minderungsergebnisse (ITMOs) zurückgreifen. Diese Instrumente sollen eine Schlüsselrolle bei der Steigerung des nationalen und globalen Minderungsehrgeizes spielen und unterstreichen damit das Transformationspotenzial künftiger CO2-Märkte. Die internationalen Verhandlungen über die Fertigstellung eines Regelwerks für die internationale CO2-Marktkooperation im Kontext des PA sind sowohl auf der 24. Vertragsstaatenkonferenz (COP24) in Kattowitz als auch auf der COP25 in Madrid 2019 gescheitert. Die Verhandlungen haben sich jedoch in vielen wichtigen Punkten erheblich weiterentwickelt. Für die Finalisierung ist nun die COP26 in Glasgow im November 2021 vorgesehen.

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Autorinnen & Autoren
Jahr2020
Zitieren Axel Michaelowa, Juliana Keßler, Stephan Hoch, Dario Brescia, Hanna-Mari Ahonen, Matthias Poralla (2020). Artikel-6-Pilotprojekte: aktueller Stand und Erfahrungen der Akteure. Perspectives Climate Group.
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