Der "HCFC-Adder" in der Referenzwertberechnung des Kigali-Zusatzprotokolls
Das Pariser Abkommen konzentriert sich auf die Reduzierung von Treibhausgasemissionen, während das Kigali-Zusatzprotokoll zum Montrealer Protokoll die Produktion und den Verbrauch einer bestimmten Kategorie von Treibhausgasen, nämlich Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs), regulieren soll. Um einen maximalen Klimaschutz zu erzielen, ist es unerlässlich, das Handeln unter beiden Regimen zu synchronisieren. Referenzwertdefinitionen für HFC-Emissionsniveaus im Rahmen des Kigali-Zusatzprotokolls und im Kontext des Pariser Abkommens unterscheiden sich. Ersteres bezieht sich auf Produktion und Verbrauch von HFCs, letzteres auf HFC-Emissionen. Ein entscheidender und problematischer Aspekt des Kigali-Referenzwerts ist der Anteil der teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffe (HCFCs), der dem HFC-Referenzwert hinzugefügt werden kann. Dies kann zu einer erheblichen Überschätzung der Basisemissionsniveaus führen. Das Papier liefert eine eingehende Bewertung der HFC-Verbrauchspfade und Kigali-Referenzwerte der Entwicklungsländer. Es diskutiert die Implikationen für NDC-Referenzszenarien und Artikel 6-Referenzwerte und schlägt Ansätze vor, wie durch konservative Referenzwertsetzung die Umweltintegrität geschützt werden kann.
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